Cedra ist nicht neutral und behauptet es auch nicht. Es gehört keiner Partei an und will keine werden. Aber es hat Positionen — und die sollen offen dastehen, nicht zwischen den Zeilen.
Gleicher Wert. Kein Mensch steht über einem anderen. Herkunft, Geschlecht, Sexualität, Glaube, Behinderung oder Besitz ändern daran nichts. Wo Menschen entwertet werden, endet die Toleranz — nicht gegenüber dem, was jemand denkt, sondern gegenüber dem, was praktisch daraus folgt.
Grundbedürfnisse zuerst. Nahrung, Wasser, Wohnen, Medizin, Bildung: keine Belohnung für Leistung, sondern die Voraussetzung von Würde. Ein Mensch sollte seine Existenz nicht erst verdienen müssen. Bei Nahrung ist gut belegt, dass global genug produziert wird — dort ist es tatsächlich eine Frage der Verteilung. Bei Wohnraum, Medizin und Pflege ist es komplizierter: da fehlt beides, Verteilung und Kapazität. Der Anspruch bleibt trotzdem stehen.
Macht begrenzen. Überall, wo Macht sich ballt, braucht es Widerspruch, Rechenschaft und die Möglichkeit, Fehler sichtbar zu machen. Das gilt auch für Cedra — und heute heißt das schlicht: für mich.
Die Lebensgrundlage. Klima, Wasser, Böden, Arten sind keine Nebenfragen. Wer das Geflecht zerreißt, das ihn trägt, untergräbt die eigene Existenz.
Gemessen wird das nicht an Absichten und nicht an Fahnen, sondern an Folgen. Auch bei mir.